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Corona-Infos für die Museen in Westfalen-Lippe

Tipps für den Museumsbetrieb während der Corona-Pandemie

 

+++ Der Betrieb von Museen ist im Zeitraum 2.-30. November 2020 untersagt +++

"Der zur Berufsausübung zählende Probebetrieb sowie zur Berufsausübung zählende Konzerte und Aufführungen ohne Publikum zur Aufzeichnung oder Übertragung in Fernsehen, Radio und Internet sind weiterhin zulässig."

(+++ § 8 Abs. 1 CoronaSchVO ab 10. November 2020 +++)

Mit den aktuellen Entwicklungen waren Sie bereits im Frühjahr konfrontiert und haben für Ihr Museum einen individuellen Maßnahmenplan entwickelt. Wir möchten hier nur an die wichtigsten Punkte erinnern:

  • Informieren: Öffentlichkeit und Mitarbeitende unter Nutzung aller Kanäle über die Schließung informieren.
  • Organisieren: Betriebsabläufe anpassen, z.B. alternative Aufgaben für Mitarbeitende, Anpassung externer Dienstleistungen.
  • Umdisponieren: Geplante Veranstaltungen absagen und ggf. neue Perspektive entwickeln.

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung gilt bis zum 30. November 2020. Sobald Rahmenbedingungen für eine Wiedereröffnung der Museen bekannt sind, werden wir Sie informieren und die nachstehenden Empfehlungen aktualisieren.

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Die Corona-Pandemie zwingt auch die Museen, ihre Angebote mit Blick auf Hygienemaßnahmen neu auszurichten. Wir möchten Ihnen mit dieser Webseite eine Hilfestellung anbieten. Nicht immer denkt man an alles. Sie finden hier eine Liste von Maßnahmen und Hinweisen, die wichtig sind, damit nicht nur die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, sondern sowohl den Besucherinnen und Besuchern als auch dem Personal die erforderliche Sicherheit gegeben wird, sich in den Museen wohl zu fühlen.

Die nachfolgenden Angaben beruhen auf Vorgaben für Museen in NRW. Viele wichtige Hinweise und Tipps verdanken wir dem Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. und danken insbesondere Frau Dr. Susanne Kopp-Sievers für kollegialen Austausch und Ratschläge.

Gibt es offizielle Regelungen für Kultureinrichtungen in NRW?

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium zuständig, wenn es darum geht, Maßnahmen des Gesundheitsschutzes landesweit anzuordnen.

Es hat die maßgebliche Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO), aktuell in der ab dem 17. Oktober 2020 gültigen Fassung, erlassen. Dazu kommen Verordnungen und Allgemeinverfügungen, aber auch Erlasse, die über die fünf Bezirksregierungen an die Kommunen weitergeleitet werden.

Bitte beachten Sie, dass diese Regelungen regelmäßig angepasst werden und von der aktuellen Infektionssituation abhängig sind.

Der Betrieb von Kultureinrichtungen ist insbesondere geregelt in § 8 der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO).

Von den ab dem 17. Oktober 2020 geltenden Regelungen sind für Museen und ähnliche Einrichtungen besonders relevant:

  • Es dürfen Gruppen von höchstens zehn Personen in der Öffentlichkeit zusammentreffen. Ausnahmen von dieser Maximalzahl gelten für Verwandte in gerader Linie und für Personen aus maximal zwei Haushalten. (§ 1 Abs. 2 CoronaSchVO)
  • Museen benötigen ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept. Bei Veranstaltungen wie Konzerten oder Aufführungen muss dieses vorab der unteren Gesundheitsbehörde vorgelegt werden. Bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Gästen muss das Konzept  vorab genehmigt werden. (§ 8 Abs. 1 u. 2 und § 2b CoronaSchVO)
  • Teilnehmende Personen müssen auch im Vorfeld von Veranstaltungen bereits auf das Risiko einer auch kurzfristigen Absage aufgrund eines veränderten Infektionsgeschehens hingewiesen werden. (§ 8, Absatz 1a CoronaSchVO)
  • Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen sind bis mindestens zum 31. Dezember 2020 untersagt. (§ 8 Abs. 6 CoronaSchVO)
  • Die Maskenpflicht und die Abstandspflicht bestehen weiter, u.a. in geschlossenen Räumen und in Warteschlangen. (§ 2 Abs. 3 CoronaSchVO)
  • Geeignete Maßnahmen zur Gewährleistung des Mindestabstands von 1,5 Metern, zur Einhaltung der Hygieneregeln und zur Zugangssteuerung sind weiter zu ergreifen. Pro 7 m² darf sich ein Gast im Museum aufhalten. (§ 8 Abs. 7 CoronaSchVO)
  • Unter den genannten Voraussetzungen sind Führungen möglich. Bei Führungen muss die Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Das bedeutet: Mit dem Einverständnis der betroffenen Person müssen Name, Adresse und Telefonnummer sowie der Zeitraum des Aufenthalts schriftlich erfasst und für vier Wochen aufbewahrt werden, wobei die Daten vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen und die datenschutzrechtlichen Vorgaben zu beachten sind. Auf Verlangen einer zuständigen Behörde müssen die Daten herausgegeben werden, damit Infektionsketten nachvollziehbar sind. Nach Ablauf von vier Wochen sind die Daten vollständig zu löschen. (§ 2a und § 8 Abs. 7 CoronaSchVO)
  • Bei 7-Tages-Inzidenz-Werten von 35 bzw. 50 treten gem. § 15a CoronaSchVO regionale Anpassungen an das Infektionsgeschehen in Kraft:
    • Bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 35: Auch an Sitz- und Stehplätzen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Veranstaltungen und Versamlungen von über 1.000 Personen sind verboten.
    • Bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 50: Erlaubte Gruppengrößen werden von 10 Personen auf 5 Personen reduziert, dies gilt auch für Museumführungen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss auch an Sitz- und Stehplätzen getragen werden. Veranstaltungen und Versammlungen von über 500 Personen im Außenbereich und von über 250 Personen in geschlossenen Räumen sind verboten. Die zulässige Teilnehmerzahl sinkt zudem auf 20% der normalen Kapazität des Veranstaltungsortes.

Was ist mit der Gastronomie in Museen?

An einem Tisch dürfen maximal zehn Personen oder Verwandte in gerader Linie oder Personen aus zwei Hausständen zusammensitzen. Geeignete Maßnahmen zur Hygiene, zur Gewährleistung des Mindestabstands von 1,5 Metern, zur Steuerung des Zutritts sowie zur Rückverfolgbarkeit sind zu treffen. Bei 7-Tages-Inzidenz-Werten von 35 bzw. 50 treten gem. § 15a CoronaSchVO regionale Anpassungen an das Infektionsgeschehen in Kraft (siehe: Gibt es offizielle Regelungen für Museen?).

Details finden sich in der Anlage zur Coronaschutzverordnung NRW in der ab dem 17. Oktober 2020 gültigen Fassung:

Was ist mit Museumsshops?

Ein Shop muss streng auf mögliche Abstände und maximale Personenzahlen geprüft werden, insbesondere, wenn er gleichzeitig mit dem Ausgang verbunden ist. Im Zweifelsfall reduzieren Sie das Angebot auf wenige gängige Artikel oder schließen ihn ganz.